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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

01.12.2017 - Artikel

Allgemeine Hinweise

Für Personen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland (m.a.W. außerhalb Deutschlands) haben, ist das Bundesverwaltungsamt in Köln (BVA) die in staatsangehörigkeitsrechtlichen Angelegenheiten zuständige Behörde.

Auf seiner Webseite informiert das BVA ausführlich zu Fragen der Staatsangehörigkeit, so z.B. auch über die wichtigsten Erwerbsgründe der deutschen Staatsangehörigkeit.

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) rund um das Staatsangehörigkeitsrecht finden Sie in einer Zusammenstellung des Auswärtigen Amts.

Für weitergehende Informationen stehen Ihnen das BVA oder die Botschaft zur Verfügung.

Einschränkung des Erwerbs der deutschen Staatsangehörigkeit bei Geburt im Ausland

Grundsätzlich erwerben Kinder mit Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie von einem deutschen Elternteil abstammen. Dies gilt auch, wenn das Kind im Ausland, z.B. in Slowenien geboren wird.

Der automatische Staatsangehörigkeitserwerb tritt jedoch nicht ein, wenn das Kind im Ausland geboren wird, der deutsche Elternteil des Kindes nach dem 31.12.1999 ebenfalls im Ausland geboren wurde und der deutsche Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hatte. Für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit ist es in diesem Fall erforderlich, dass der deutsche Elternteil die Geburt des Kindes über die Botschaft beim zuständigen Standesamt in Deutschland anzeigt. Die Anzeige muss innerhalb eines Jahres nach Geburt des Kindes erfolgen.

Einbürgerung von Personen, deren Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit durch Zwangsausbürgerung verloren haben.

Durch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 20.05.2020 – 2 BvR 2628/18 – wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten aus Art. 116 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz (GG) ausgeweitet.

Als Abkömmlinge im staatsangehörigkeitsrechtlichen Sinne zählen ab sofort auch

  • vor dem 01.04.1953 geborene eheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Mütter und ausländischer Väter
  • vor dem 01.07.1993 geborene nichteheliche Kinder zwangsausgebürgerter deutscher Väter und ausländischer Mütter 

Ein Rückgriff auf die bestehenden Einbürgerungsmöglichkeiten nach § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz in Verbindung mit den Erlassen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat vom 28.03.2012 und 30.08.2019 ist damit nicht mehr erforderlich. 

Hiervon Betroffene, deren Einbürgerungsantrag nach Art. 116 Abs. 2 Satz 1 GG nach der bisher geltenden Rechtsprechung in der Vergangenheit abgelehnt wurde, können sich an die Botschaft wenden.

Staatsangehörigkeitsausweis

Im Ver­fah­ren zur Fest­stel­lung der deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit prüft das Bundesverwal­tungs­amt in Köln (BVA), ob der An­trag­stel­ler die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit besitzt. Bei positivem Ausgang des Prüfverfahrens stellt das BVA einen Staatsangehörigkeitsausweis aus. Antragsformulare und Merkblätter finden Sie auf der Webseite des BVA.

Reichen Sie den Antrag bitte über die Botschaft beim BVA ein.


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