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Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien

Bundesaußenminister Klaus Kinkel weihte im Juni 1993 gemeinsam mit Außenminister Lojze Peterle das Kanzleigebäude der Botschaft ein

Bundesaußenminister Klaus Kinkel (r.)und Sloweniens Außenminister Lojze Peterle weihten im Juni 1993 das Kanzleigebäude der deutschen Botschaft in Laibach ein., © Bundesregierung / Faßbender

03.05.2018 - Artikel

Seit der Gründung des unabhängigen slowenischen Staates im Jahr 1991 unterhalten Deutschland und Slowenien freundschaftliche Beziehungen. Bei der Anerkennung Sloweniens durch die Europäische Gemeinschaft spielte Deutschland eine wichtige Rolle. Deutschland ging bei der Anerkennung des neu gegründeten Staates voran. Formell wurde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen am 15. Januar 1992 durch ein von beiden Seiten unterzeichnetes Protokoll vollzogen. Etwas später folgte auch die diplomatische Anerkennung durch weitere Staaten, wie zum Beispiel die USA, Russland und China. So konnte der Weg zur Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen bereitet werden, in die Slowenien am 22. Mai 1992 als 178. Staat aufgenommen wurde.

Mit einer umfangreichen Beratungs- und Unterstützungsprogramm trat Deutschland als Förderer der Demokratisierung und des marktwirtschaftlichen Reformprozesses während der slowenischen Transformation auf. Mit dem Beitritt Sloweniens in die EU und Nato im Frühjahr 2004 hat die Partnerschaft eine neue Qualität erreicht. Im Jahr 2007 wurde Slowenien im Januar sowohl Mitglied der Eurozone als auch im Dezember Mitglied des Schengenraums. Im Januar 2008 übernahm Slowenien als erstes osteuropäisches EU-Mitglied die EU-Ratspräsidentschaft, welche im Trio mit Deutschland und Portugal umgesetzt wurde. Im Juli 2020 folgte mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ein weiteres Trio mit Portugal und Slowenien, das im Dezember 2021 mit der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft endet. Im Zentrum der Zusammenarbeit in Brüssel steht die Überwindung der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen, und die Vorbereitung auf künftige Krisen.

Zu dem engen bilateralen Verhältnis tragen auch die guten Kultur- und Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten bei. Deutschland ist Sloweniens wichtigster Handelspartner, eine Vielzahl deutscher Unternehmen hat in Slowenien investiert. Deutsch ist nach Englisch die am meisten unterrichtete Fremdsprache an Sloweniens Schulen. Ein Netzwerk von über 20 Partnerschulen bietet – mit Unterstützung der deutschen Zentralstelle für das Auslandsschulwesen – besonders intensiven Deutschunterricht. Das Goethe Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst leisten mit ihrer Präsenz Ljubljana einen wichtigen Beitrag zum Austausch zwischen Kulturschaffenden, Wissenschaftlern und Studierenden.

Hochrangige Besuche unterstreichen die Bedeutung der bilateralen Beziehungen. So nahm beispielsweise der damalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel im Juni 1993 an der feierlichen Einweihung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ljubljana teil. Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte am 25. Juni 2001 Slowenien aus Anlass des 10. Jahrestags der slowenischen Unabhängigkeit. Am 15. Januar 2007 wohnte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem offiziellen Festakt der slowenischen Regierung zur Einführung des Euro in Ljubljana bei. Anlässlich des 25. Jahrestags der slowenischen Unabhängigkeit im Juni 2016 besuchte Bundespräsident Joachim Gauck Ljubljana. Am 5. Und 6. Oktober 2021 nahm Bundeskanzlerin Merkel am Informellen Treffen des Europäischen Rats und einem Gipfeltreffen der EU und der Westbalkanstaaten in Brdo teil.

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