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Wirtschaft

17.11.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2017

Wirtschaftspolitik

Die slowenische Konjunktur wird nach wie vor durch die Sanierung der Banken und des hoch verschuldeten Unternehmenssektors belastet. Die Bankenrettung aus eigener Kraft im Dezember 2013 schlug sich in einem erhöhten Haushaltsdefizit und einem Anstieg der Verschuldung nieder. Beide haben jedoch ihren Höhepunkt überschritten.

Das Haushaltsdefizit lag 2015 nur noch bei 2,9 % und die Wirtschaft wuchs um 2,3 %, für 2016 wird mit ca. 2,3 % gerechnet. Im- und Export steigen wieder an, die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und erstmals haben sich auch die Durchschnittsgehälter wieder erhöht. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen fiel bis September 2016 unter 100.000, die Arbeitslosenquote lag damit bei ca. 8,6% (im Vorjahr bei ca. 9%). Im September 2016 waren ca. 10.000 Menschen im Alter von 15-24 Jahren ohne Arbeit, was einer Quote von ca. 15% entspricht.

Der am 17.11.2016 verabschiedete Doppelhaushalt für 2017/18 sieht für 2017 Einnahmen von 8,846 Mrd. € (+5%) und Ausgaben von 9,527 Mrd. EUR (+3,8%) sowie ein Haushaltsdefizit von 1,6% vor. 2018 sollen die Einnahmen auf 9,267 Mrd. EUR steigen (+4,8%), die Ausgaben mit 9,573 Mrd. EUR (+0,5%) annähernd stabil bleiben und das Defizit auf 0,7% des BIP sinken.. Die öffentliche Schuldenquote dürfte mit ca. 31,8 Mrd. EUR bzw. 80,2 % des BIP (Prognose Ende 2016) ihren Höhepunkt überwunden haben. Sie soll nach Prognosen der EU-KOM bis 2018 auf 76,6% des BIP sinken..

Deutschland bleibt mit einem Anteil von über 20 % am Außenhandelsvolumen der mit Abstand wichtigste Handelspartner und liegt bei den Direktinvestitionen mit akkumuliert 1,048 Mrd. € hinter Österreich und der Schweiz auf dem dritten Platz. Der Gesamthandel mit Slowenien erreichte 2015 mit 9,371 Mrd. Euro einen neuen Rekord (Exporte nach Slowenien bei 4,423 Mrd. Euro, Importe bei 4,948 Mrd. Euro).

Die ausländischen Direktinvestitionen in Slowenien waren zuletzt kräftig gewachsen. Die Zahlen für 2015 zeigten einen Zuwachs von 13,4% auf insgesamt 11,56 Mrd. EUR.

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